Karfreitag – ein Tag des Innehaltens

Karfreitag

Karfreitag ist der Höhepunkt der am Aschermittwoch beginnenden Fastenzeit und bereitet Christen auf der ganzen Welt auf die Auferstehung Jesu, dem Ostersonntag vor. Biblisch überliefert ist, dass Christus an einem Freitag, dem Karfreitag, für uns alle diesen schmerzvollen Weg ging, um die Welt von ihren Sünden zu befreien. Daher halten wir inne, besinnen uns.

Karfreitag – Was bedeutet er uns?

Wir müssen keine gläubigen Christen sein, nicht aktiv am katholischen oder protestantischen Kirchen, – und Gemeindeleben teilnehmen, um vom Reigen der religiösen Feste geprägt zu sein. Wir bekommen sie einfach mit, genau wie zum Beispiel die rheinische Mundart oder den Karneval. In unserer christlich geprägten Welt gehören diese Festtage zu unserem beständigen Jahresrhythmus. Es gibt da übrigens interessante Artikel über die heidnischen Ursprünge christlicher Feste, die verdeutlichen, wie weit diese Bräuche bereits zurückreichen. Dass die römisch-katholische Kirche damit nicht hausieren geht, verwundert uns doch nicht wirklich, oder? Aber bevor ich mich jetzt endgültig verfranze und meine persönliche Meinung zu diesem und jenem Thema in epischer Länge ausbreite, zurück zum eigentlichen Thema.

Egal in welchem Teil der Welt wir leben, unerheblich, für welche Religion oder Brauchtum wir uns entschieden haben: Fasten, Fastenbrechen und Innehalten sind Teil der jeweiligen Glaubenswelt. Nicht zufällig wird neben der mentalen Gesundheit auch der körperlichen Unversehrtheit eine hohe Aufmerksamkeit geschenkt und wir brauchen oft das Rad gar nicht neu zu erfinden. Dass wir dem Kind einen neuen Namen geben und es Heilfasten, Intervallfasten, vegetarisch, vegan oder sonst wie nennen ist völlig ok. Hauptsache, wir achten auf uns!

Ich persönlich bin mit der Fastenzeit aufgewachsen und wir haben uns zu Hause immer etwas vorgenommen, das uns schon wirklich schwerfiel. Wer keine Süßigkeiten mag, der verzichtet nicht, aber wie ist es mit einer bestimmten Fernsehsendung? Das Ziel war nicht zwingend heiliggesprochen zu werden, den Vorsatz X spielend zu schaffen, sondern es zu versuchen! Mich hat es wirklich gezwiebelt, aber auch oft mit Stolz erfüllt. Und den Karfreitag mochte ich verständlicherweise immer sehr: Ein Ende war in Sichtweite. Unser Karfreitagsessen habe ich durchweg in schöner Erinnerung und liebe Hering in Sahnesoße mit Pellkartoffeln bis heute. Das der Fisch als Zeichen des Christentums und somit das Fischessen ein Teil des Rituals ist, ist mir erst viel später bewusst geworden.

Mein Rezept für Hering in Sahnesoße (von Papa eingelegt) mit Pellkartoffeln schreibe ich Euch hier einmal auf und wünsche Euch einen wunderschönen Karfreitag. Lasst es Euch schmecken!

Unser Karfreitagrezept für 4 Personen:

  • ½ Matjesfiets ca. 2 p.P. oder Hering (muss dann noch nachgesalzen werden)
  • Sahne je 2x süß, 2x sauer
  • 4 Gewürzgurken und Gurkensud
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 Äpfel
  • 12 Pimentkörner
  • 4 Lorbeerblätter
  • 2 EL. Zucker
  • Pfeffer

Alle Zutaten schön klein schnippeln, mit der Sahne und den Gewürzen vermischen und den Hering/Matjes unterheben. 24 Std abgedeckt im Kühlschrank ziehen lassen. Dazu kleine Pellkartoffeln.

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